Der Züchter
Eines Züchters Opferbereitschaft ist groß.
Freundschaften, Zeit, persönliche Interessen, Finanzen und mehr bleiben auf der Strecke.
Er tauscht Luxus gegen Ausstellungen und Freunden mit seinem Rudel.

Ein Züchter verbringt viel Zeit mit Recherchen um eine Paarung zu planen, Stunden ohne Schlaf, weil er mit Spannung auf die bevorstehende Geburt wartet, um gleich danach über jedes Geräusch aus der Wurfkiste zu wachen.

Ein Züchter verzichtet auf hochkarätige Einladungen, eine wichtige Ausstellung weil eine Geburt bevorsteht oder die Welpen noch spät gefüttert werden müssen.

Der Schoß des Züchters ist ein kuscheliger Platz, auf dem Generationen von stolzen und wunderbaren Hunden schlummern können.

Die Hände eines Züchters sind stark und oft schmutzig, andererseits aber sensibel für das Stupsen einer kleinen nassen Welpennase und sauber genug Verletzungen zu versorgen sowie fest genug, seine Hunde auf der Ausstellung zu führen oder Sie zu trainieren.
Rücken und Knie eines Züchters schmerzen oft vom Bücken, beugen über die Welpen oder krabbeln in der Wurfkiste.

Die Arme eines Züchters sind stark genug, gleichzeitig zu wischen, einen Arm voller Welpen zu tragen und eine Hand dem Anfänger zu leihen.

Die Ohren sind Züchters hellhörig für das Winseln eines Welpen.

Die Augen eines Züchters sind trübe vom Studieren der Ahnentafeln, oft blind gegenüber den Fehlern anderer und doch so scharf in der Wahrnehmung der eigenen Fehler.

Das Gehirn eines Züchters ist mitunter überladen von Gesichtern und doch kann es eine Ahnentafel oder Geschichten über seine geliebten Hunde schneller wiedergeben als ein Computer.
Es steckt so voller Wissen, dass er es jederzeit auch anderen großzügig zur Verfügung stellt.

Das Herz eines Züchters ist oft gebrochen, aber immer voller Hoffnung - und es sitzt am rechten Fleck.